Fotoätzteile


Im Vergleich zu den üblichen Kunststoffteilen, gibt es gewisse Unterschiede bei der Verarbeitung von Fotoätzteilen. Da sie aus Metall bestehen, zeigt unser Kunststoffkleber keine Wirkung mehr an ihnen. Hier benötigen wir einen dünnflüssigen Sekundenkleber, welcher genau dosiert mit einem Zahnstocher aufgetragen werden kann. Auch für das Heraustrennen der Teile aus dem Rahmen, ist ein Messer oder Seitenschneider eher ungeeignet (es sei denn, man möchte stumpfes Werkzeug). Hierfür werden im Fachhandel spezielle Fotoätzteile-Scheren angeboten (eine Nagelschere wie in meinem Fall, tut es notfalls aber auch).

 

Des Weiteren funktioniert das Entfernen der Metallast-Reste am Bauteil nicht mit den sonst üblichen Werkzeugen. Für diese Aufgabe sind Diamant-Feilen empfehlenswert. Mit ihnen ist das Versäubern der Bauteile in Sekunden abgeschlossen (aufpassen, da schnell zu viel Material abgenommen wird). Da die Fotoätzteile manchmal ziemlich scharfkantig sein können, ist eine gewisse Vorsicht bei der Handhabung geboten, um Schnittverletzungen zu vermeiden (auch die Späne vom Schleifen bohren sich gerne in die Hand).

 

Manchmal kann es vorkommen, dass herstellungsbedingt ein kleiner Ölfilm auf den Fotoätzteilen vorhanden ist, welcher sich schlecht entfernen lässt. Dieser Ölfilm kann das Verkleben massiv erschweren, da der Sekundenkleber keine Haftung mehr findet (Oberflächenverklebung).

Hier haben sich Glasfaser-Radierer zum Reinigen und Anrauen der Klebestellen als besonders hilfreich erwiesen. Dabei sollte man Handschuhe tragen, da der Glasfaserstaub sehr scharfkantig ist und sich leicht in die Haut bohren kann. Des Weiteren sollte der entstandene Staub nicht weggepustet, sondern mit einem feuchten Tuch aufgenommen werden (Schutz der Lungen).


April, 2018